Halawa-Rezept

Und einmal wieder ein Versuch:
Nach mehreren Versuchen vor langer Zeit funktionierendes Halawa zu produzieren, versuche ich heute mal wieder mein Glück.

Wers nicht kennt: Halawa ist eine hauptsächlich aus Zucker und Zitrone bestehende Paste, welche zur Haarentfernung verwendet wird. Das übliche “sugaring” hat inzwischen fast überall das frühere “wachsen” abgelöst, da es viele Vorteile hat. Während man früher ewig versucht hat nach der Behandlung das restliche Wachs von der Haut zu bekommen, kann die Zuckerpaste einfach mit Wasser und einem Waschlappen entfernt werden. Die Zutaten sind günstig, leicht zu bekommen, naturfreundlich und vor Allem hautfreundlich, die Herstellung ist einfach, wenn man den Dreh einmal raus hat und es schmeckt dazu auch noch lecker. Es ist ja nicht zum Essen, aber ich finde dieser Vorteil sollte erwähnt werden, da Wachs nun einmal nicht so gut schmeckt.

Sogar im Drogeriemarkt bekommt man inzwischen nur noch die Zuckerpaste zu kaufen und kein Wachs mehr. Leider ist meiner Meinung nach ca. 8 € für ein Döschen Zuckerpaste einfach zu teuer, daher ein weiterer Selbstversuch.

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Ich habe 100 g Zucker, den Saft einer halben Zitrone und einen guten Teelöffel Olivenöl verwendet.

Das ganze unter rühren auf ganz winzig kleiner Stufe erhitzen. Und rühren, rühren, rühren..

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So lange kochen bis das ganze zu schäumen und brodeln anfängt und eine goldbraune Farbe annimmt. Zum Test einen kleinen Tropen in ein Glas kaltes Wasser fallen lassen. Wenn der kristallisiert ist es perfekt. Von der Platte nehmen und in ein feuerfestes Gefäß geben, das zu 100% verschlossen werden kann. Wasser ruiniert das Halawa, daher auch das Kondenswasser und auch Luftfeuchtigkeit. Das Gefäß also erst schließen wenn es ganz abgekühlt ist.

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Zur Verwendung:

Am hautfreundlichsten ist es, wenn man die zu enthaarende Hautpartie mit Babypuder einreibt. Die Paste nur ein paar Sekunden in der Mikrowelle erwärmen (ohne Deckel) oder langsam im Wasserbad. Beides bitte nicht kombinieren, entscheidet euch für eine Methode und lasst es dabei. Die Paste dann auf die Haut in Haarwuchsrichtung auftragen. Stoffstreifen auflegen und in einem Zug gegen die Haarwuchsrichtung abziehen. Immer so nah wie möglich an der Haut bleiben, niemals von der Haut wegziehen, das tut nur höllisch weh, macht unschöne Blutergüsse und die Haare sind danach immer noch drinnen. Nach dem Zug sofort mit der flachen Hand auf die Stelle drücken um die Haut zu beruhigen.

Zusätzlich mindestens zwei- bis dreimal in der Woche ein Peeling machen und mit Lotion pflegen. Nach dem sugaring aber 24 Stunden keine Hautpflegemittel aufbringen, sonst entzündet sich alles.

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